„Lohnt sich TheFork — oder zahlen wir uns mit der Provision arm?“ Diese
Frage hören wir oft. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, ob Sie
Reichweite mieten oder eigene Gäste besitzen wollen. TheFork und
Tavolo lösen dasselbe Grundproblem — Reservierungen — auf zwei
gegensätzliche Arten. Hier legen wir beide sauber nebeneinander, mit
konkreten Zahlen und einer klaren Empfehlung, wann welches System passt.

Was ist TheFork?
TheFork (in einigen Ländern früher als „LaFourchette“ oder
„ElTenedor“ bekannt) ist ein Online-Reservierungs-Marktplatz für
Restaurants, der zur Tripadvisor-Gruppe gehört. Gäste suchen auf
thefork.de (und über Tripadvisor) nach Restaurants und buchen dort
direkt einen Tisch. Für Restaurants gibt es dazu die Management-Software
TheFork Manager, mit der sich Reservierungen, Tische, No-Shows und
Gästedaten verwalten lassen.
Der entscheidende Punkt: TheFork ist primär ein Portal mit eigener
Gäste-Reichweite. Restaurants werden im Marktplatz gelistet und
profitieren von dessen Millionen-Publikum — zahlen dafür aber eine
Provision pro vermitteltem Gast.
Was ist Tavolo?
Tavolo ist kein Marktplatz. Tavolo ist ein
Reservierungs-Widget, das auf Ihrer eigenen Website, im
Google-Unternehmensprofil und in der Instagram-Bio sitzt. Gäste
buchen direkt bei Ihnen — unter Ihrer Marke, ohne Umweg über ein
Portal. Dafür gibt es einen Festpreis ohne Provision pro Gast.
In einem Satz: TheFork bringt Ihnen fremde Gäste gegen Provision —
Tavolo macht Ihre eigenen Gäste zu Direktbuchern zum Festpreis.
1. Das Geschäftsmodell: Marktplatz vs. eigenes Schaufenster
Das ist der wichtigste Unterschied. Ein Marktplatz wie TheFork hat einen
echten Vorteil: Entdeckbarkeit. Wer auf Tripadvisor oder thefork.de
ein Restaurant sucht, könnte bei Ihnen landen — auch ohne Sie vorher zu
kennen. Diese Reichweite ist real und für manche Betriebe Gold wert.
Der Preis dafür: Der Gast „gehört“ zunächst dem Portal. Er bucht im
Marktplatz, sieht dort auch Ihre Wettbewerber, und Sie zahlen für jede
vermittelte Reservierung. Wiederkehrende Stammgäste, die eigentlich
direkt bei Ihnen buchen würden, laufen oft weiter über das Portal — und
kosten weiter Provision.
Tavolo dreht das um: Sie bauen Ihr eigenes Buchungs-Schaufenster auf
der eigenen Domain. Keine Wettbewerber daneben, kein Mittelsmann, und
jeder Gast ist ab der ersten Buchung Ihr Gast.
2. Die Kosten im Klartext
Bei TheFork gibt es laut öffentlichen Angaben zwei Kostenblöcke:
- Abo für TheFork Manager — es existiert eine kostenlose Basis-Stufe
sowie kostenpflichtige Pakete (z. B. „Pro“ in der Größenordnung von
rund 59 €/Monat, „Pro+“ rund 99 €/Monat — je nach Markt und Paket). - Provision pro Gast für Reservierungen, die über den
TheFork-/Tripadvisor-Marktplatz kommen — je nach Markt in der
Größenordnung von etwa 2–4 € pro Gast bzw. ein Anteil des
durchschnittlichen Rechnungsbetrags. Buchungen über Ihre eigene
Website sind dagegen in der Regel provisionsfrei.
Das heißt: Je voller Ihr Restaurant über den Marktplatz wird, desto höher
die variable Rechnung. Genau hier liegt das Risiko des Modells.
Tavolo hat drei Festpreise — ohne Provision, ohne Module zum
Nachbuchen:
- Starter 29 €/Monat
- Pro 69 €/Monat
- Business 149 €/Monat
Keine Einrichtungsgebühr, keine Provision pro Gast, monatlich
kündbar. Egal ob 50 oder 5.000 Reservierungen im Monat — der Preis bleibt
gleich. Alle Details auf tavolo.me.
3. Wem gehören die Gästedaten?
Bei einem Marktplatz teilen Sie sich die Gästebeziehung mit dem Portal.
Bei Tavolo ist die Antwort eindeutig: Die Gästedaten gehören Ihnen.
Sie lassen sich jederzeit als CSV exportieren, für eigene Mails (mit
Einwilligung) nutzen und gehören nie einem Dritten.
Auch beim Datenstandort gibt es einen Unterschied: TheFork gehört zu
Tripadvisor (US-Konzern), die Verarbeitung läuft über die
TheFork-Strukturen (u. a. Frankreich). Tavolo wird in Deutschland
gehostet (Hetzner, Frankfurt), ist DSGVO-konform und stellt den
Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO) per 1-Klick im Dashboard
bereit.
4. Funktionen — wo sich beide ähneln
Fairerweise: TheFork Manager ist ein leistungsfähiges System. No-Show-
Reduktion (Erinnerungen, Anzahlungen, teils KI-gestützte Vorhersage),
Tischverwaltung, „TheFork Pay“ zum Bezahlen am Tisch, Bündelung von
Buchungen aus mehreren Kanälen — all das gibt es.
Tavolo deckt die Reservierungs-Kernfunktionen ebenso ab: mehrere
Buchungszeiten pro Tag,
Tisch- und Bereichsverwaltung, E-Mail- und SMS-Erinnerungen gegen
No-Shows, Warteliste mit automatischer Nachrück-Mail bei Stornierung,
Google-Reservierung, iCal-Feed
und Mehr-Standort-Verwaltung — fokussiert auf das, was eine Reservierung
wirklich braucht, ohne Marktplatz-Aufschlag.
5. Wann TheFork die bessere Wahl ist
Ganz ehrlich — TheFork kann sinnvoll sein, wenn:
- Sie neue, bisher unbekannte Gäste über ein großes Portal gewinnen
wollen und bereit sind, dafür Provision zu zahlen, - Sie in einer Tourismus-Lage sitzen, wo Gäste aktiv auf Tripadvisor/
TheFork suchen, - die zusätzliche Marktplatz-Reichweite den Provisionsaufwand für Sie
unterm Strich aufwiegt.
In diesen Fällen ist die Reichweite eines Portals ein echtes Argument.
6. Wann Tavolo gewinnt
- Sie haben bereits Stammgäste und eigene Sichtbarkeit (Website,
Google-Profil, Social Media) und wollen daraus provisionsfreie
Direktbuchungen machen. - Sie wollen einen transparenten Festpreis statt einer mit jeder
Reservierung wachsenden Provisionsrechnung. - Sie wollen, dass Ihre Gäste Ihre Gäste bleiben — ohne geteiltes
Listing neben Wettbewerbern. - Ihnen sind deutscher Datenstandort und DSGVO wichtig.
Viele Restaurants fahren am Ende zweigleisig: ein Portal für
Neukunden-Reichweite — und Tavolo als provisionsfreien Direktkanal, über
den Stammgäste wieder buchen, ohne dass jede Buchung Geld kostet.
Tavolo und TheFork im Direktvergleich
| TheFork | Tavolo | |
|---|---|---|
| Modell | Reservierungs-Marktplatz (Tripadvisor) | Eigenes Buchungs-Widget |
| Provision pro Gast | ja, über den Marktplatz (~2–4 €) | keine |
| Preis | Abo + Provision | Festpreis 29 / 69 / 149 € |
| Eigene Gäste vs. geteilt | im Portal gelistet | nur Ihre Marke |
| Reichweite über Portal | ✅ groß | — (Ihre eigenen Kanäle) |
| Datenstandort | Tripadvisor (US) / FR | Deutschland (Hetzner) |
| AVV (Art. 28 DSGVO) | auf Anfrage | 1-Klick im Dashboard |
| Vertragslaufzeit | abh. v. Tarif | monatlich kündbar |
| Gästedaten-Export | eingeschränkt | CSV jederzeit |
Fazit
TheFork und Tavolo sind keine identischen Produkte, sondern zwei
Philosophien. TheFork verkauft Reichweite — gut, wenn Sie neue Gäste
über ein Portal gewinnen wollen und die Provision einkalkulieren. Tavolo
verkauft Unabhängigkeit — eigene Gäste, eigene Marke, Festpreis ohne
Provision, Daten in Deutschland.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie an einem Marktplatz schon genug
Provision für Gäste zahlen, die ohnehin Ihre wären, ist Tavolo genau dafür
gebaut: den Direktkanal zurückzuholen. In wenigen Minuten live —
14 Tage kostenlos testen.
Übrigens: Wie sich Tavolo von anderen Portalen abgrenzt, lesen Sie in
Tavolo vs. Quandoo und
Tavolo vs. OpenTable. Den Vergleich gegen eine
Komplett-Suite gibt es unter
Tavolo vs. gastronovi.
Häufige Fragen
Was kostet TheFork für Restaurants?
TheFork kombiniert in der Regel ein Abo für TheFork Manager (es gibt eine
kostenlose Basis-Stufe und kostenpflichtige Pakete, grob ab ~59 €/Monat)
mit einer Provision pro vermitteltem Gast über den Marktplatz (je nach
Markt rund 2–4 € pro Gast). Buchungen über die eigene Website sind meist
provisionsfrei. Maßgeblich sind stets die aktuellen Angaben von TheFork.
Ist Tavolo eine Alternative zu TheFork?
Ja — aber mit anderem Modell. Tavolo ersetzt nicht die Portal-Reichweite
von TheFork, sondern bietet den provisionsfreien Direktkanal: ein
Buchungs-Widget auf Ihrer eigenen Website zum Festpreis. Viele Restaurants
nutzen beides parallel.
Zahlt man bei Tavolo Provision pro Gast?
Nein. Tavolo hat drei Festpreise (29 / 69 / 149 € pro Monat) ohne
Provision pro Reservierung und ist monatlich kündbar.
Wem gehören die Gästedaten bei Tavolo?
Ihnen. Die Daten werden in Deutschland gehostet, sind DSGVO-konform und
jederzeit als CSV exportierbar.
Kann ich Tavolo zusätzlich zu TheFork nutzen?
Ja. Da Tavolo nur das Buchungs-Widget auf Ihrer eigenen Website ist,
können Sie es problemlos parallel zu einem Portal einsetzen — und so
provisionsfreie Direktbuchungen neben der Marktplatz-Reichweite aufbauen.
Faire Anmerkung: TheFork ist ein etabliertes, reichweitenstarkes Portal
mit leistungsfähiger Management-Software. Dieser Vergleich ist keine
Abwertung, sondern soll Ihnen helfen, das für Ihr Restaurant passende
Modell zu wählen. Preis- und Provisionsangaben zu TheFork beruhen auf
öffentlich einsehbaren Quellen (Stand 2026) und können je nach Markt und
Tarif abweichen — maßgeblich sind die aktuellen Angaben von TheFork.